Karlsruher Tagung für Produkt-Produktions-Codesign – Chancen und Herausforderungen

Während der erfolgreichen Karlsruher Tagung für Produkt-Produktions-Codesign wurde erstmals ein Gesamtüberblick zu den Chancen und Herausforderungen geboten.
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Zukünftige, große Innovationspotenziale können durch eine strukturierte Zusammenarbeit von Produkt- und Produktionssystementwicklung von Anfang an gehoben werden. Dies bezeichnen wir als Produkt-Produktions-Codesign. Während der Karlsruher Tagung für Produkt-Produktions-Codesign am 14. Oktober 2021, organisiert in Kooperation mit dem Institut für Produktentwicklung (IPEK), wurde erstmalig ein gesamtheitlicher Überblick über die damit einhergehenden Chancen und Herausforderungen gegeben. Anhand von acht Fachvorträgen und zwei Keynotes konnten, zusammen mit etwa 60 Vertreterinnen und Vertretern aus Industrie und Wissenschaft, die Bedeutung der integrativen Zusammenarbeit von Produkt- und Produktionssystementwicklung, sowie die Sichtweisen der Forschung und Anwendung im Unternehmen erfolgreich diskutiert werden – und dies erfreulicherweise zu einer Zeit, in der ein Termin vor Ort möglich war.

Die Tagung nahm ihren Auftakt mit einer Begrüßung und Einführung durch Prof. Gisela Lanza, Leiterin des wbk Instituts für Produktionstechnik, und Prof. Albert Albers, Leiter des IPEK. Sie motivierten gemeinsam die Notwendigkeit der integrativen Zusammenarbeit von Produkt- und Produktionssystem und definierten den Begriff des Produkt-Produktions-Codesigns. Im Anschluss stellten Dr.-Ing. Tom Schneider (TRUMPF Werkzeugmaschinen GmbH + Co. KG) und Prof. Dr.-Ing. Sven Matthiesen das Lern- und Anwendungszentrum Mechatronik (LAZ) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) vor, das zukünftig eine datengetriebene Forschung im Produkt-Produktions-Codesign ermöglicht.

Im darauf folgenden Themenblock „Mit Agilität und Struktur erfolgreich Prozesse im Produkt-Produktions-Codesign realisieren“ präsentierte Dr.-Ing. Daniele Naro (thyssenkrupp Mining Technologies) zunächst die Potenziale von Entwicklungspartnerschaften zur Unterstützung global verteilter Produktentstehen im Großanlagenbau. Thomas Pfund (Schaeffler Automotive) adressierte anschließend die Notwendigkeit agiler Produktionssysteme durch die steigende Produktvariabilität im Bereich Elektromotoren. Im letzten Vortrag des Themenblockes präsentierten Tim Baranowski (TRUMPF Werkzeugmaschinen GmbH + Co. KG) und Ludger Gehringhoff (BENTELER Automobiltechnik GmbH) die erfolgreiche Umsetzung eines Produkt-Produktions-Codesigns durch Werkzeuge des Advanced Systems Engineering.

Der zweite Block rund um das Thema Produktgenerationsentwicklung startete mit dem Vortrag von Dr. Dr. Hansjörg Maier (Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG) und Alexander Kubin (Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG), die die Erkenntnisse aus dem Transfer von der Theorie zur Praxis unter den Rahmenbedingungen einer automobilen Produktentwicklung vorstellten. Anschließend präsentierten Constantin Hofmann (wbk Institut für Produktionstechnik) und Simon Rapp (Institut für Produktentwicklung IPEK) die Befähigung einer Kreislaufwirtschaft durch eine vorausschauende Produktgestaltung und die Auswahl der Produktionsprozesse unter dem Gesichtspunkt einer Nutzung über mehrere Produktionslebenszyklen. Der letzte Vortrag von Dr.-Ing. Volker Frey (Endress+Hauser SE + Co. KG) und Carmen Krahe (wbk) widmete sich schließlich der Nutzung von Machine Learning zur automatisierten Wissensextraktion aus Produktmodellen vorangegangener Generationen.

Im letzten Themenblock adressierte Dr.-Ing. Stefan Hamelmann (Robert Bosch GmbH) die Potenziale Digitaler Zwillinge zur funktionsorientierten Qualitätsregelung. Daran anschließend präsentierte Dr.-Ing. Tobias Düser (AVL Deutschland GmbH) die Bedeutung der kontinuierlichen Validierung bei der Entwicklung von komplexen Systems-of-Systems.

In einer gemeinsamen Abschlussdiskussion zu den adressierten Themen der Tagung wurde die Veranstaltung abgerundet. Nach einem regen Austausch und einer eingehenden Diskussion neigte sich ein erkenntnisreicher und erfolgreicher Tag dem Ende zu und die Teilnehmenden ließen die Veranstaltung bei weiteren Fachgesprächen an den Stehtischen ausklingen. Die Rückmeldungen zu Inhalt und Durchführung der Veranstaltung waren sehr positiv.

 

Weitere Informationen:

https://www.produkt-produktions-codesign.de/index.php

Carmen Krahe
Research Associate

+49 1523 9502591Carmen Krahe does-not-exist.kit edu

76131 Karlsruhe
Kaiserstraße 12