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Feierliche Eröffnung des Arburg Innovation Centers

© ARBURG

Am 11.04.2016 wurde im Rahmen einer Feier am wbk Institut für Produktionstechnik das Arburg Innovation Center eröffnet. Dies stellt den bisherigen Höhepunkt der langjährigen Kooperation zwischen Arburg und wbk in verschiedenen Forschungsprojekten dar. Hauptprotagonisten dieser Veranstaltung waren der Institutsleiter Herr Prof. Dr.-Ing. Jürgen Fleischer sowie der technische Geschäftsführer der Firma Arburg Herr Heinz Gaub. Ferner waren weitere Mitarbeiter Arburgs und des wbks vertreten, sowie zahlreiche Studierende, die im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte rund um die Arburg Maschinen als wissenschaftliche Hilfskräfte oder im Rahmen von Abschlussarbeiten beschäftigt sind.
Das Arburg Innovation Center, welches sich im wbk-Standort am Fasanengarten befindet, verfügt über eine Nutzfläche von ca. 60 Quadratmetern und ist mit zwei Arburg freeformern sowie einer Spritzgussmaschine Arburg Allrounder 320C und einem Sechs-Achs-Roboter ausgestattet. Darüber hinaus befinden sich dort mehrere Arbeitstische zur Vor- und Nachbereitung von Versuchen sowie PC-Arbeitsplätze. Durch die enge Verzahnung zwischen Universität und Industrie im Rahmen dieses Innovation Centers wird sowohl die Forschung als auch die Entwicklung vorangetrieben. Neben dem Austausch von Informationen und Erkenntnissen werden auch gemeinsam Probleme und Lösungsansätze diskutiert.
Neben direkten Kooperations-Projekten wird seit Juli 2015 das von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) geförderte Forschungsvorhaben „Prozessmodell für die werkzeugfreie Herstellung metallischer Bauteile mit dem Arburg-Freiform-Verfahren“ am wbk bearbeitet. Dabei wird in Analogie zum konventionellen Metallpulverspritzgussverfahren das Arburg-Freiform-Verfahren unter Verwendung eines mit Metallpulver versetzten Kunststoffgranulats zur additiven Abformung von sogenannten Grünlingen eingesetzt. Nach diesem Formgebungsprozess folgen Entbinderung und Sintern, wodurch Sinterteile entstehen. Folglich ändert sich in der Metallpulverspritzgusskette nur die Art Abformung, d. h. die Spritzgussmaschine wird durch den Arburg freeformer ersetzt. Dies stellt einen neuen Ansatz bei der additiven Fertigung metallischer Bauteile dar. Aufgrund seiner zur konventionellen Spritzgussmaschine ähnlichen Anlagentechnik bietet das Arburg-Freiform-Verfahren großes Potential hinsichtlich der Bauteilqualität, aber auch durch den Verzicht auf formgebende Werkzeugformen Potentiale bezüglich der Wirtschaftlichkeit. Zur Erschließung dieser Potentiale werden die Methoden der statistischen Versuchsplanung angewandt, wodurch sich die Einflüsse und Wechselwirkungen der Material- und Prozessparameter auf die Bauteilqualität identifiziert werden. Die Bauteilqualität wird dabei sowohl durch Formtreue als auch durch die mechanischen Eigenschaften bestimmt. Als Ergebnis dieses Forschungsvorhabens liegen neben einem Prozessmodell, welches das Verständnis vertiefen soll, Anwenderempfehlungen für Werkstoff- und Prozessparameterwahl vor.