IZEDD: Neues Zentrum für Drohnen und Drohnenabwehr in Karlsruhe

Das wbk Institut für Produktionstechnik, das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB und das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT gründen gemeinsam das Innovations- und Transferzentrum Drohnen und Drohnenabwehr (IZEDD). Am 7. Oktober 2026 überreichte Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut im Landtag in Stuttgart den Förderbescheid an die drei Partner. Für das wbk nahm Prof. Dr.-Ing. Jürgen Fleischer daran teil. Das Land fördert die Startphase mit rund 300.000 Euro.
Das IZEDD soll Forschung, Industrie, Behörden und Anwender zusammenbringen. Die Partner entwickeln dort gemeinsam Projekte und wollen neue Lösungen praxisnah umsetzen. Bis Ende des Jahres legen sie die fachlichen und organisatorischen Grundlagen und wählen erste Anwendungsfälle aus.
Das wbk übernimmt die Übersicht über Technologien und Kompetenzen: Es erfasst, was an Know-how und Technik in der deutschen Wirtschaft und Wissenschaft vorhanden ist, wie daraus Lösungen entstehen können und wo noch Lücken bestehen. Es geht dabei um Flugplattformen, Energieversorgung und Antriebe ebenso wie um Sensoren, Software, Kommunikation sowie Drohnenerkennung und -abwehr. Ein Schwerpunkt des wbk ist die Entwicklung eines Kompetenzbaukasten für Drohnen und Drohnenabwehr. Dafür bringt das Institut seine Erfahrung mit wandlungsfähigen Produktionssystemen, flexibler Automatisierung und digitalen Zwillingen ein.
Am 8. Oktober kamen rund 80 Teilnehmende aus Unternehmen, Ministerien, Polizei, Landeskommando und Forschungseinrichtungen zur Kick-off-Veranstaltung in die Karlsruher Forschungsfabrik. Zum Auftakt stellten die Partner Vision und Mission des IZEDD vor. Mit Beiträgen von MAHLE und Airbus Defence and Space kam anschließend die Sicht der Industrie hinzu. Danach ging es direkt an die gemeinsame Arbeit: In einem Workshop sammelten die Teilnehmenden Bedarfe und mögliche Schwerpunkte, auf denen der Kompetenzbaukasten des IZEDD nun aufbaut. Auch der SWR war vor Ort, seine Beiträge sind in der SWR Landesschau und in der Tagesschau zu sehen.
Wer Drohnentechnologie anwendet, anbietet oder dazu forscht, kann sich bei Interesse unter folgender Adresse izedd∂iosb.fraunhofer.de beteiligen.