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Gewinner der Globalisierung bleiben - Netzwerke beherrschen

Erfolgreiche deutsche Produktionsunternehmen haben sich in Zusammenhang mit der Konzentration auf Kernkompetenzen und der Nutzung internationaler Standortvorteile in Form globaler Wertschöpfungsnetzwerke aufgestellt. Durch unternehmensinterne Werke sowie externe Partner und Zulieferer entstehen komplexe Wirkmechanismen innerhalb der Netzwerke, die weder vollständig bekannt sind, noch prognostiziert werden können. Zusätzlich zu den beschriebenen Unwägbarkeiten sehen sich Unternehmen mit einem immer stärkeren Wettbewerbsdruck konfrontiert, der eine Verkürzung von Produktlebenszyklen, Entwicklungs- und Lieferzeiten vorgibt und eine Zunahme der Typenvielfalt verlangt. Der Markt wird unkalkulierbar.
Will Deutschland auch zukünftig Gewinner der Globalisierung bleiben, müssen deutsche Produktionsunternehmen in der Lage sein, die sich dramatisch ändernden Spielregeln globaler Wertschöpfungsnetzwerke zu beherrschen und reaktionsschnelle sowie wandlungsfähige Produktionssysteme entlang der Wertschöpfungskette zu gestalten und zu leben.

Handlungsbedarf frühzeitig erkennen - effizient agieren

Heutzutage sehen sich nicht nur einzelne Produktionsunternehmen, sondern ganze Wertschöpfungsnetzwerke einer Vielzahl von sich dynamisch verändernden Einflussfaktoren, wie z.B. Lohn-, Material- und Transportkostenentwicklungen, Nachfrage- oder Währungsschwankungen gegenüber. Um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und zu stärken, müssen globale Wertschöpfungsnetzwerke auf diese volatilen Rahmenbedingungen schnell und effizient reagieren können. Oftmals reicht in diesem Zusammenhang eine Reaktion durch flexible Anpassungen der vorhandenen Strukturen nicht mehr aus. Vielmehr müssen die bestehenden Produktions-, Logistik- und Organisationsstrukturen verändert - gewandelt - werden. Die hierfür notwendigen Wandlungsprozesse sind typischerweise durch lange Vorlaufzeiten und einen hohen Ressourcenbedarf gekennzeichnet.
Das Ziel dieses Verbundforschungsprojektes ist es, Zeit- und Kostenpotentiale bei dem Wandel globaler Wertschöpfungsnetzwerke für deutsche Produktionsunternehmen nutzbar zu machen. Hierfür müssen zunächst die wesentlichen Treiber, welche den Wandel von Netzwerken verursachen, identifiziert und zukünftige Wandlungsbedarfe frühzeitig erkannt werden. Diese Bedarfe beziehen sich auf Netzwerkkonfigurationen, die in sehr wahrscheinlichen zukünftigen Szenarien einen ökonomischen Mehrwert gegenüber der gegenwärtigen Konfiguration bieten. Um diesen Wandlungsbedarf zu bedienen, werden proaktiv Lösungskonzepte zur Minimierung des Zeit- und Kostenaufwandes für den Wandel von einer Alternative auf eine andere erstellt. Beispielhaft hierfür sind die Standardisierung des Produktspektrums für einen effizienten Kapazitätsaustausch zwischen den einzelnen Standorten des Netzwerks oder das Aufbauen von Logistikkapazitäten als Ausgleich für Nachfragesteigerungen zu nennen. Eine ökonomische Auswahl an Lösungskonzepten ermöglicht es, einen Grad an Wandlungsfähigkeit zu erzielen, der den gegenwärtigen Anforderungen gerecht wird.

Ziel von POWer.net ist es, Zeit- und Kostenpotentiale beim Wandel globaler Wertschöpfungsnetzwerke für deutsche Produktionsunternehmen nutzbar zu machen.

Update: 15.07.2013