3D Druck im Computertomograph

Besonders bei unreifen Technologien wie dem 3D-Druck ist es sinnvoll, eine prozessbegleitende Qualitätssicherung durchzuführen. Eine solche in-process Qualitätssicherung hat zur Aufgabe, den Zustand des Prozesses zu verfolgen und ggf. eine Nachreglung zu ermöglichen. Die Röntgen-Computertomographie (CT) bietet zur Charakterisierung der Qualität eines 3D gedruckten Bauteiles besonders gute Voraussetzung. Sie ist in der Lage, die äußere Gestalt und innenliegende Poren und Defekte zu erfassen. Eine Schemazeichnung des Vorhabens ist unten abgebildet.

Im vorliegenden Prüfstand wurde ein 3D-Drucker in den bestehenden Computertomographen Metrotrom 800 integriert. Das bedeutet, dass auf der Drehplatte des CT gedruckt werden kann. Es ist somit auch möglich, während des Druckvorgangs eine CT-Messung des Bauteils zu erstellen. Mittels dieser Messung kann überprüf werden, wie sich im Laufe des Prozesses das zu druckende Bauteilteil verändert. Weiterhin sollen Defekte bereits bei ihrer Entstehung beobachtet werden. Ein Foto des Aufbaus im CT ist unten zu sehen.

Neben der Integration des 3D Druckers in den Computertomographen ist die prozesstechnische Integration eine Herausforderung. Die Steuerung des CT und dies des 3D-Druckers müssen miteinander kommunizieren, um ein Drucken während des Messens zu ermöglichen.

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Leonard Schild

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