RTM-Prozesskette für hybride Bauteile

Der RTM-Prozess (Resin Transfer Molding) ermöglicht die Herstellung von FVK-Bauteilen (Faserverstärkte Kunststoffe). Dazu werden eine Lauffer Vulkanisierpresse und eine Tartler Infiltrationsanlage verwendet. Zu Beginn des Prozesses werden in ein zweiteiliges Werkzeug Preforms eingelegt. Die Preforms wurden zuvor auf einem Cuttertisch formgerecht zugeschnitten und lagenweise drapiert. Nach dem Einlegen wird das Werkzeug mit der Presse geschlossen und aufgeheizt. Daraufhin kann mit der Infiltrationsanlage ein Harz/Härter-System über den Anguss des Werkzeugs eingespritzt werden. Das Preform wird nun so lange durchtränkt, bis das Harz/Härter-System über einen Steiger austritt. Dieser wird geschlossen, sobald keine Luftblasen mehr austreten, welche sonst Trockenstellen hervorrufen könnten. Unter Druck und Wärme härtet dann das Bauteil aus und kann abschließend aus dem Werkzeug entnommen werden.

Mit der am Institut aufgebauten Prozesskette wird insbesondere die Herstellung intrinsisch gefügter endlosfaserverstärkter Hybridbauteile untersucht. Diese enthalten Metalleinleger, sogenannte Inserts, welche kraft- und formschlüssig in FVK-Bauteile eingebettet werden. Die Integration der Inserts erfolgt während dem Herstellungsprozess. Neben monolithischen Strukturen werden auch Sandwichstrukturen untersucht. Diese bestehen aus polymeren Schaumkernen und FVK-Deckschichten. Hier werden ebenfalls Inserts während dem Herstellungsprozess eingebracht.

 

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Jan Schwennen

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