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Flexible Fertigung von Elektromotoren für Fahrzeuge

Land fördert Projekt „AnStaHa“ am KIT mit 1,2 Millionen Euro – Forschung stärkt Zukunftsfähigkeit mittelständischer Unternehmen in Baden-Württemberg
Im elektrischen Antriebsstrang bei Hybrid-, Brennstoffzellen- und Elektrofahrzeugen besitzt der Elektromotor zentrale Bedeutung. (Bild: Martin Lober/KIT)

Im elektrischen Antriebsstrang bei Hybrid-, Brennstoffzellen- und Elektrofahrzeugen besitzt der Elektromotor zentrale Bedeutung. Bisher ist die notwendige Produktionstechnik zur Herstellung höherer Stückzahlen jedoch noch nicht ausgereift. Vor allem der Stator, also der feststehende, magnetisch wirkende Teil, erfordert einen hohen Produktionsaufwand. Kernkomponente ist dabei die Spule aus elektrischen Leitern. Für deren Wicklung zeigt die Hairpin-Technologie das größte Potential, um den Großserienanforderungen der Automobilindustrie gerecht zu werden: Hier sind die einzelnen Segmente wie Haarnadeln geformt.  

„Hairpins ermöglichen es, den Stator eines Elektromotors in den Taktzeiten eines Verbrennungsmotors herzustellen“, erklärt Professor Jürgen Fleischer, Leiter des Bereichs Maschinen, Anlagen und Prozessautomatisierung am wbk Institut für Produktionstechnik des KIT. „Im Unterschied zu der herkömmlich eingesetzten Einziehtechnik sind bei der Hairpin-Technologie allerdings keine manuellen Prozessschritte mehr erforderlich“, ergänzt Janna Hofmann, akademische Mitarbeiterin am wbk.

Wie Unternehmen das Verfahren zur serien- und typenflexiblen Fertigung von Elektromotoren für Fahrzeuge nutzen können, untersuchen Forscher des wbk und der Karlsruher Fraunhofer Projektgruppe Neue Antriebssysteme (NAS) in dem Projekt „Anlagentechnik für Fertigung von Statoren mit Hairpin-Technologie – AnStaHa“: Gemeinsam entwickeln sie ein fundiertes Prozesswissen und innovative Anlagen, die sich an den Bedürfnissen mittelständischer Zulieferer orientieren. 

Das am wbk koordinierte Projekt ist auf drei Jahre angelegt. Die baden-württembergische Landesregierung fördert es mit rund 1,2 Millionen Euro als Teil des Strategiedialogs Automobilwirtschaft des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau. Ziel ist, mittelständische Zulieferer und Fabrikausrüster bei gegenwärtigen und künftigen Entwicklungen in der Automobilindustrie optimal zu begleiten.

Pressemeldung des KIT: 
https://www.kit.edu/kit/pi_2017_126_flexible-fertigung-von-elektromotoren-fur-fahrzeuge.php

Pressemeldung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg:
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/12-millionen-foerderung-fuer-forschung-an-elektromotorfertigung