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Hochautomatisierter Leichtbau von Fach- und Tragwerkskonstruktionen: ThinKing Award

Am wbk Institut umwickeln 6-Achs-Roboter Hohlprofile aus Faserverbundwerkstoffen mit Carbonfasern. Die Fügetechnologie des hochautomatisierten Faserwickelns eröffnet neue, ressourcenschonende und kostengünstige Möglichkeiten im Leichtbau.

Marius Dackweiler vom wbk mit Urkunde

 

Mit der Fügetechnologie des hochautomatisierten Faserwickelns konnte sich Marius Dackweiler vom wbk Institut für Produktionstechnik den ThinKing Award der Landesagentur für Leichtbau in Baden-Württemberg für Februar 2020 sichern. Der wissenschaftliche Mitarbeiter in der Leichtbaugruppe um Professor Jürgen Fleischer, Institutsleiter des wbk, freute sich sehr über die Auszeichnung. Mit diesem Label gibt die Leichtbau BW GmbH innovativen Produkten oder Dienstleistungen im Leichtbau aus Baden-Württemberg eine Plattform.

Ausgezeichnet von der Leichtbau BW GmbH

 

Das Besondere dabei ist nicht nur die Fügetechnologie an sich, sondern die durchgängige Abbildung des Prozesses in einer vollständigen CAE-Prozesskette. Durch eine grafische Benutzeroberfläche lässt sich der Vorgang des Wickelns auslegen, planen und bedienen. „Die Produktionseinheit ist ein komplexes technisches Gesamtsystem, das als Ganzes bei Endanwendern in der Montage von Profilen zum Einsatz kommen könnte. Durch einen modularen Aufbau kann die Anlage an ihre Aufgabe flexibel angepasst werden“, erklärt Marius Dackweiler.

Mögliche Anwendung im Bau- und Kranwesen sowie im Automobil- und Zweiradbau

Konstruktionen aus Fachwerken haben meist in Relation zu ihrer Tragfähigkeit ein geringes Eigengewicht. Das Fügeverfahren könnte daher insbesondere im Bau- und Kranwesen für besonders leichte, steife und gleichzeitig dennoch kostengünstige Fachwerkkonstruktionen sorgen. So werden beispielsweise Kranausleger bisher üblicherweise aus geschweißten Metallprofilen realisiert. Durch Einsatz von Faser-Kunststoff-Verbunden und der Fügewickeltechnologie könnte aber eine erhebliche Gewichtsreduktion erreicht werden.

Weitere Anwendungen sind im Automobil- und Zweiradbau denkbar. Dort werden räumliche Fachwerke für Fahrgestelle als sogenannte Gitterrahmen verwendet. Beim Verbinden der anspruchsvollen Faserverbund-Profile entstehen keine Schäden, wie beim Nieten oder Schrauben.

Schon heute verfügt das wbk über einen voll funktionsfähigen Prototyp – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Serienreife. Jetzt ist das wbk auf der Suche nach einem Partner für die industrielle Umsetzung.

Mehr erfahren Sie auf der ThinKing-Website oder in der Pressemitteilung ThinKing Februar sowie in den beiden Videos von Leichtbau BW und vom wbk.

Kontakt:

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Fleischer, Juergen FleischerEhz7∂kit edu, +49 721 608-44009

Alexander Hauber, alexander hauberDza6∂leichtbau-bw de, +49 711128988-47