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Von Suzhou nach Karlsruhe: Studierendenaustauschprogramm des wbk als Wegbereiter für Studium am KIT

Rundong Liu studiert seit diesem Semester Wirtschaftsingenieurwesen am KIT. Im Interview berichtet der Absolvent der Suzhou University, wie ein Aufenthalt am wbk seinen Weg nach Deutschland vorbereitete und wie sein Studieneinstieg verlief.
Rundong Liu in der Lernfabrik Globale Produktion am wbk.
Rundong Liu in der Lernfabrik Globale Produktion am wbk (Foto: wbk)

Interkulturelle Case Studies und die praktische Anwendung in einer globalen Produktion erproben – Das waren die Ziele des „Studierendenaustauschprogramms zur Ausbildung im Fachgebiet der internationalen Fabrikplanung“. Gemeinsam mit der Partnerhochschule in Suzhou, bot das wbk Institut für Produktionstechnik des KIT pro Semester fünf chinesischen Studierenden einen vierwöchigen Aufenthalt am Institut an. In einem Planspiel konnten die Teilnehmer Fabrik- und Montageplanung praxisnah erleben, ihre interkulturelle Kompetenz schulen und ihre Soft-Skills verbessern. Die Baden-Württemberg-Stiftung unterstützte das Projekt von 2014 bis 2016 mit dem Programm Baden-Württemberg-STIPENDIUM für Studierende – BWS plus. Für Rundong Liu hat der Austausch den Weg ans KIT vorbereitet: Seit diesem Semester studiert er Wirtschaftsingenieurwesen in Karlsruhe. Im Interview berichtet er von seinen Erfahrungen während des Austauschs, seinen Gründen für ein Masterstudium am KIT und wie sein Studieneinstieg verlief.
 

Wie hat die Teilnahme am Studierendenaustauschprogramm BWS plus Ihre Entscheidung für ein Studium in Deutschland beeinflusst?

Schon vor Beginn meines Bachelorstudiums an der Soochow University in Suzhou hatte ich vor, in Deutschland weiter zu studieren. Damals kannte ich jedoch noch keine deutschen Universitäten. Durch das Austauschprogramm konnte ich das KIT sehr gut kennenlernen, von daher hat meine Teilnahme eine wichtige Rolle bei der Entscheidung, hier zu studieren, gespielt.
 

Was haben Sie während Ihrer Zeit am KIT erlebt?

Ich war für einen Monat im Jahr 2015 am KIT. Ich habe den Campus besichtigt, eine Fallstudie gemeinsam mit Studierenden am wbk durchgeführt und mehrere Unternehmen, wie Bosch oder Daimler, besucht.


Warum haben Sie sich entschieden, am KIT Wirtschaftsingenieurwesen zu studieren?

Nach meinem Besuch sind mir vor allem die akademische Atmosphäre, die gute Betreuung der Studierenden und die enge Verbindung zwischen dem KIT und Unternehmen positiv in Erinnerung geblieben. Ich habe erfahren, dass es zahlreiche Forschungsprojekte und Industriekooperationen gibt, bei denen Studierende die gelernte Theorie in die Praxis umsetzen und Innovationen aktiv erleben können. Als Wirtschaftsingenieur sind fundierte Kenntnisse der aktuellen Forschung, Erfahrungen in der praktischen Anwendung der Theorie und Teamfähigkeit wichtige Fähigkeiten. Das Studium am KIT fördert diese besonders gut. Zudem bin ich durch das Austauschprogramm bereits mit Karlsruhe vertraut, sodass mir die Entscheidung für eine Rückkehr und für ein Masterstudium am KIT recht leicht fiel.
 

Wie war der Studieneinstieg am KIT in den ersten Wochen für Sie?

Am Anfang ist es immer schwer. Bei einem Blick ins Modulhandbuch mit so vielen Vorlesungen und Möglichkeiten fühlt man sich als Student leicht verloren. Und auch wenn die Deutschkenntnisse für die Kommunikation im Alltag ausreichen, ist es schwierig fachliche Inhalte in Vorlesungen zu verstehen. Hier haben mir allerdings meine Erfahrungen aus dem Austauschprogramm sehr geholfen. Dank der Fallstudie am wbk konnte ich besser mit deutschen Studierenden im Team arbeiten und Inhalte mit ihnen diskutieren. Zu einigen hatte ich bereits wertvolle Kontakte geknüpft und sie haben mir wertvolle Tipps für das Studium am KIT und das Leben in Deutschland gegeben.


Würden Sie sagen, dass Ihnen das Austauschprogramm den Einstieg erleichtert hat?

Ja auf jeden Fall. So kannte ich schon den Campus und das wbk, an dem ich in diesem Semester die Vorlesungen „Globale Produktion“ und „Qualitätsmanagement“ höre. Professorin Lanza habe ich durch das Programm kennengelernt und es fällt mir leichter, den Vorlesungen zu folgen. Insgesamt haben mir meine Erfahrungen aus dem Austauschprogramm den Studieneinstieg am KIT sehr erleichtert.